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Dienstag, 2020-04-07

Energieeffizienz

Seit dem Jahr 1970 ist der Gesamtenergieverbrauch in Österreich von 797 PJ auf 1395 PJ (2004) um 75% angestiegen. Der zunehmende Energiehunger in Österreich und der ganzen Welt lässt unsere Ressourcen immer schneller schrumpfen. Ausstoß von immer mehr klimawirksamem CO2 und Kriege um Ressourcen sind Folgen dieses übermäßigen Energiebedarfs.
Neben der Substitution von fossilen Energien durch Erneuerbare ist die Effizienzsteigerung unentbehrliches Instrument auf dem Weg in eine sichere Zukunft

Strom
Elektrizität ist eine sehr hochwertige Energieform. Aus in der Natur vorkommenden Rohstoffen kann man nur mit hohen Wirkungsgradverlusten Strom erzeugen. Die Bereitstellung von Strom benötigt in Bezug auf seinen Primärenergiegehalt mehr Energie als beispielsweise Prozesswärme.

Die Substitution von Strom durch nicht so hochwertige Energieformen (z.B.: Warmwasserbereitung durch Solarenergie anstatt durch den E-Boiler) kann - auf den Primärenergieeinsatz zurückgerechnet - Energie sparen.

Durch das Verwenden von effizienteren Verbrauchern besteht ebenfalls ein extrem großes Einsparungspotential. Eine Energiesparlampe verbraucht beispielsweise nur etwa 15% der Energie, die eine Glühlampe gleicher Leuchtkraft benötigt.

Das Vermeiden unnötiger Verluste ist eine weitere wichtige Maßnahme. Stand-by-Verluste sind Verluste die ein elektrisches Gerät verursacht ohne in Betrieb zu sein. Durch das komplette Ausschalten, oder das Trennen der Netzverbindung (ausschaltbare Steckdosenleiste) können diese Verluste gänzlich vermieden werden.

Wärme
In der Industrie in Form von Prozesswärme und in den Haushalten in Form von Raumwärme und Warmwasser ist die Energieform Wärme allgegenwärtig. Vermieden werden können Verluste meist durch gezielten Einsatz und durch Dämmen. Im Wohnbaubereich ist die Senkung von Wärmeverlusten ein topaktuelles Thema. Mehr dazu unter dem Punkt Passivhaus, Niedrigstenergiehaus.

Mobilität
Der Energieverbrauch für den Verkehr nimmt in Österreich seit Jahrzehnten extrem zu. Das liegt daran, dass sich das Verkehrsaufkommen drastisch erhöht und die Effizienz der Verkehrsmittel sich kaum steigert. Die großen Einsparpotentiale liegen in..

  • ..der Vermeidung des Verkehrs durch regionale Wertschöpfung und Nutzung von Ressourcen aus der nahen Umgebung. Jedes Konsumgut hat eine bestimmte Fahrtstrecke hinter sich und diese belastet durch den Einsatz von Transportmitteln unsere Umwelt. Es liegt in der Hand der KonsumentInnen, Güter aus der näheren Region zu bevorzugen.
  • ...der Wahl von effizienten Verkehrsmitteln. Das Auto ist, wenn man nicht gerade zu viert unterwegs ist, eine ziemliche Energieschleuder. Fahrradfahren, Bus und Bahn sowie zu Fuß gehen bilden deutlich energiesparendere – und oft auch gesündere - Fortbewegungsmöglichkeiten.
  • PKWs mit geringem Verbrauch benötigen weniger Treibstoff bei derselben Transportleistung wie „Benzinschlucker“. Erkundigen Sie sich bei Ihrem Fahrzeughändler nach verbrauchsarmen Fahrzeugen (< 4 Liter/100 km)
  • Raumordnerische und städtebauliche Aspekte können mit durchdachten Gesamtlösungen zu einer starken Vermeidung von Verkehrsaufkommen führen. Neben einem effizienten engmaschigen Netz an öffentlichen Verkehrsmitteln und sicheren Radwegen muss auch die regionale Versorgungssicherheit gegeben sein.

Downloads zu diesem Thema:

Potentialanalyse 2006 - Stromeffizienz in Niederösterreich