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Sonntag, 2020-05-31

Altbausanierung mit Passivhauspraxis

Ziele:

Beschleunigung der Implementierung und der Verbreitung von Passivhauskomponenten und -systemen in die Praxis der Althaussanierung durch Einbeziehung der Akteure aus der Bauwirtschaft mit Hilfe von Workshops, Fachtagungen und Exkursion.
Impulse zur Adaptierung von passivhaustauglichen Produkten zur Althaussanierung in Form von strategischen Empfehlungen und Einbeziehung von Akteuren aus der Wirtschaft für die Verwertung der Ergebnisse.

Methode der Bearbeitung:

„Ausführenden und PlanerInnen, die sich auf Althaussanierung spezialisiert haben, soll der Zugang zu Passivhaus-Know-how verschafft werden.“
Die reichhaltigen Erfahrungen des abgeschlossenen „Haus der Zukunft“ Projektes „Das „Passivhaus in der Praxis“ waren der Ausgangspunkt für eine Verbreitungsstrategie zur hochwertigen Althausanierung. Durch Recherchen in einschlägiger Fachliteratur und mit Hilfe von best practise- Beispielen sollte das Thema einer breiten Zielgruppe nahegebracht werden. Dazu wurden ExpertInnen-Workshops, Fachtagungen und Exkursionen geplant und durchgeführt.

Inhalt:

Erfassung hemmender und fördernder Faktoren zur Umsetzung der Projektziele, Strategieworkshop, Forschungsimpulse Strategieentwicklung für die Anwendung und Verbreitung von Passivhauskomponenten in der Altbausanierung
Erfassung hemmender und fördernder Faktoren zur Umsetzung der Projektziele, Strategieworkshop, Forschungsimpulse , Öffentlichkeitsarbeit, Verbreitungsaktivitäten (Exkursionen, Workshops, Tagungen)
Zahlreiche passivhaustaugliche Produkte lassen sich sofort in der Althaussanierung einsetzten. Beim geplanten Fenstertausch kann inzwischen aus 40 zertifizierten Produkten ausgewählt werden. Bei Erneuerung eines Daches sollten 35-40 cm Dämmstoffstärke und thermisch optimierte Träger eigentlich selbstverständlich sein. Bei Generalsanierungen lassen sich auch Wohnraumlüftungsanlagen mit einplanen, die zusätzlich die Schimmel- und Feuchtesanierung unterstützen können. Es gibt bereits einige Beispiele von erfolgreich betriebenen Anlagen aus der Praxis der Althaussanierung.

Ergebnisse:

Fest steht, dass die hochwertige Althaussanierung mit heutigem Stand der Technik machbar ist. Die Zielsetzung sollte allerdings nicht lauten, jedes Althaus zum Passivhaus zu sanieren, vielmehr ist das Ziel, hohe Qualität in der Sanierung ein- und umzusetzen. Nicht alle Komponenten, Systeme und Techniken aus der Passivhauspraxis sind auf jeden Altbestand anwendbar. Die konsequente Erreichung des Passivhausstandards ist zweitrangig. In erster Linie zählen zukunftsweisender Komfort und Wirtschaftlichkeit als Kriterien für das Qualitätsniveau, das erreicht werden soll. Beispielhaft für die Umsetzung oben genannter Kriterien wurden einige Sanierungsobjekte in den Veranstaltungen dokumentiert.
Qualitätssicherung, in Form von Labels präsentiert, stellt auch ein interessantes Marketinginstrument zur Verbreitung der hochwertigen Althaussanierung in der Bevölkerung dar.
Qualitätssiegel von Prüfinstituten und Veröffentlichung der ausgezeichneten Produkte könnten ebenfalls die Verbreitung beschleunigen.

Ausblick und Empfehlungen

Es gilt mit gezielten Weiterentwicklungen von Komponenten und Techniken aus der Passivhauspraxis für die Althaussanierung sowie konsequenter und breiter Umsetzung von zum Teil bereits entwickelten Marketingstrategien und Schulungsmaßnahmen für PlanerInnen und Professionisten die Entwicklung in Richtung möglichst hochwertiger Althaussanierungen voranzutreiben.
So würde zum Beispiel die Entwicklung geprüfter und zugelassener technischer Standardlösungen und modularer Funktionseinheiten bei Lüftungsanlagen, Fenstereinbau, Dämmfassaden- Montagekits etc, die Planung und Ausführung von Althaussanierungen mit Passivhauskomponenten wesentlich erleichtern.
Wenn die Dynamik, welche das Passivhaus derzeit im Neubau aufweist, auch in der hochwertigen Althaussanierung fortgesetzt werden kann, ergeben sich größte Potentiale im Hinblick auf Reduzierung von Schadstoffemissionen und Komfortgewinn in unseren Wohnungen und Häusern.

Links:
Haus der Zukunft

Projektpartner:
Krapmeier, EIV
Drexel, Drexel und Weiss Energieeff. Haust. Syst.
Fechner, 17&4 Organisationsberatung GmbH
Klauser, Arge Baumeisterhaus
Öttl, pos architekten
Haas, Energie- u. Umwelt Unternehmensberatung

Auftraggeber:
bmvit: haus der zukunft, NÖ Landesregierung

Mittwoch, 2008-09-10 10:00 Alter: 12 Years