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Dienstag, 2020-06-02

BioNAH

Ausgangssituation:

Wie aus mehreren Studien und Dokumenten die in den vergangenen Jahren in Österreich publiziert wurden hervorgeht, besteht hinsichtlich Verbreitungsdichte und Professionalisierung von Anbietern von Nahwärmenetzen auf Basis Erneuerbarer Energieträger noch ein großer Entwicklungsbedarf. Vor allem im Bereich der Entscheidungsträger gibt es noch viele Informationsdefizite und Unsicherheiten was den Einsatz von Biomasse und Solarenergie zur Wärmebreitstellung betrifft.

Ideelle und materielle Ziele:

Entwicklung von „Mobilisierungsinstrumenten“ für EntscheidungsträgerInnen

Diese könnten sein:


  • Dokumentation und Qualitätsanalyse bestehender Anlagen,

  • Aufbau eines Qualitätssicherungssystems auf Basis der dokumentierten
    Anlagen

  • Aufbau eines Monitoringsystems

  • Entwicklung eines „Entscheidungs“-Leitfadens

  • Publikation der Ergebnisse

Worin besteht die Innovation:

Durch die Vernetzung verschiedener AkteurInnen aus den Bereichen des Projektes wird ein breiter Querschnitt an Erfahrungen gesammelt, dokumentiert und daraus Erfolgsfaktoren und Standards abgeleitet. Die Befragung von NutzerInnen bereits fertiggestellter biomassebeheizter Wohnobjekte stellt Argumente für den Einbau einer Biomasseheizung aus speziellen Kundenanforderungen zur Verfügung.

Die Projektergebnisse werden aufbereitet und einer breiten Öffentlichkeit in Form einer Tagung vorgestellt. Für die WohnbauträgerInnen wird ein Leidfaden zur Entscheidungsfindung bei der Auswahl des Energieträgers erstellt. Dieser Leitfaden dient zur breiteren Markteinführung von Biomassenahwärmesystemen in Mehrfamilienwohnbauten

Durchführung

Zur Erreichung der Projektziele werden folgende Maßnahmen umgesetzt:


  • Abhaltung von Workshops zu den Themen Bestandserhebung, Qualitätssicherung
    und Argumentationshilfen unter Einbindung der Zielgruppe WohnbauträgerInnen.

  • Zusammenfassung der Ergebnisse aus den Workshops

  • Befragung von NutzerInnen geplaneter und fertggestellter Objekte

  • Umsetzungungsbegleitung einer oder mehrerer Anlagen

  • Analyse des Umsetzungsprozesses

  • Veröffentlichung der Strategien in Form eines Tagungsbandes bzw. Projektendberichtes

  • Abschlusstagung mit Einladung an eine breite Öffentlichkeit

  • Präsentation der Projektergebnisse in Presse und Medien

Nachgewiesene Effekte/Auswirkungen im Bereich: Das Projekt zielt darauf ab, durch die Bereitstellung von Argumentationshilfen den Einsatz von Nahwärme aus erneuerbaren Energieträgern im Mehrfamilienwohnbau zu steigern. Durch die Workshops und Tagungen wird ein Umdenkprozess in Gang gesetzt. Jede Beeinflussung von EntscheidungsträgerInnen zu Gunsten einer Biomasseheizung aufgrund des Diskussionsprozesses und der Projektergebnisse kann als Erfolg gewertet werden. In Summe wird eine Steigerung des Einsatzes von Biomasseheizungen im Mehrfamilienhausbau (Neubau und Sanierung) erreicht.

Links:
www.energiesystemederzukunft.at

Projektpartner:
Agrar Plus GmbH
Biowärme Schneebergland GmbH,
Conness GmbH,
Geschäftsstelle für Energiewirtschaft des Landes NÖ
Nahwärme.at Energiecontracting GmbH CoKG
Zentrum für Soziale Innovation

Auftraggeber:
bmvit, ffg: Energiesysteme der Zukunft

Downloads

Vorteile von Biomasseanlagen für Wohnbauträger und Endkunden

Optimierungspotential und Qualitätssicherung

Realisierte Beispiele von Biomasseanlagen (Biowärme Schneebergland)

Freitag, 2007-12-28 10:00 Alter: 12 Years