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Sonntag, 2020-02-23

Integrale Haustechnikplanung beim partizipativen, kooperativen Bauen

Der Verein Wohnprojekt Hasendorf  errichtet in Hasendorf (Tulln/St. Pölten/Wienerwald)  ein Mehrfamilien-Wohnprojekt mit 1550m² Nutzfläche inkl. 2 Garagen für je 2 Fahrzeuge  und CoWorking Plätze. Das Projekt soll betreffend der Abdeckung von Wärme- und Strombedarf ein innovatives Projekt mit Qualität der nächsten Jahrzehnte sein. Das Gebäude wird 3-geschossig errichtet und in Wohnbereiche, Gemeinschafts-Räume und Arbeitsbereiche unterteilt.

·         der Untergeschoss hat einen Betonkern,

·         beide Obergeschosse sind in Holzriegel/Holzmassivbau ausgeführt.

·         Oberste Geschossdecke ist gleichzeitig Schrägdach mit 36°/28° Neigung.

Sole/Wasserwärmepumpe

Als Heizenergieerzeuger dient eine Sole-Wasser-Wärmepumpe in Kombination mit einer  PV Anlage  für Heizung und Warmwasserbereitung.

 

Heizenergiebedarf: 36.500 kWh/Jahr

Warmwasser-Wärme: 28.000 kWh/Jahr

Gesamt:   64.500 kWh/Jahr

 

 

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Wärmebereitstellung mittels  Solewärmepumpe mit Energienutzung aus Tiefensonden.

Für den effizienten Betrieb eines Wärmepumpensystems wird die Energie aus dem Erdreich mittels Tiefenbohrungen genutzt. Die Auslegung der Sonden wird ohne Wärmerückgewinnung aus dem Abwasser auf +5°C gelegt. Diesen Wert soll die Sonde in der  gesamten Heizperiode nicht unterschreiten.

Um die dadurch erreichte Soletemperatur noch weiter zu erhöhen wird die Energie aus dem Abwasser der Badezimmer mittels 1000 Liter Kunststoff-Zisterne und Wärmetauscher genutzt (siehe HLS Schema)

  • Die Wärmepumpe soll mit einer Arbeitszahl von mind. 4,5 arbeiten
  • Sie ist nachweislich Smart Grid Ready, als auch Smart PV Ready

Zieldefinition: Für den Wärmebedarf von 64.500kWh  werden  nur  13.000 kWh Heizenergie Strom gebraucht. Dies ist auch zu garantieren.

 

30kWp Photovoltaik

Für einen innovativen und zukunftsträchtigen  Betrieb eines Wärmepumpensystems soll die Primärenergie teilweise mit PV Strom abgedeckt werden.

 

30 kWp PV   werden auf ca. 210 m² Dachfläche verbaut

30.000 kWh/Jahr PV Stromproduktion

 

 

Kristalline Module mit Dachintegration:

Die PV Anlage wird mit einem  "Dachintegration-Montagesystem" ausgeführt und auf die im Ausschreibungsplan HLS Dach dargestellten Dachflächen installiert.

Die Glas-Folien-Module produzieren Solarstrom und ersetzen zugleich die herkömmliche Dacheindeckung. Hochwertige Optik, Beständigkeit gegenüber Witterungseinflüssen und Langlebigkeit zeichnen die  Module aus und stellen die Alternative gegenüber herkömmlichen Aufdachanlagen dar.

Foto SOLARWATT

 

Ziel ist es durch intelligentes Energiemanagement nur einen minimalen Stromanteil aus der Photovoltaikanlage in das öffentliche Netz einspeisen zu müssen.

Effiziente Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung.

Erreicht werden die niedrigen Verbrauchszahlen im Heizungssegment durch eine effiziente Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung. Das Lüftungsgerät ist passivhaustauglich und dementsprechend zertifiziert.

Über die Wärme Rückgewinnung wird aus der verbrauchten Wohnraumluft die Energie zurückgewonnen und an die frische Außenluft mittels hocheffizienter Platten-Wärmetauscher übertragen. Zur Vorerwärmung der Außenluft  dient  eine weitere Tiefenbohrung als SoleWasser System. Die Energie aus der Tiefenbohrung wird über ein Vorheiz/Kühlregister an die Außenluft übergeben.

Die Luftverteilung erfolgt je Lage über variable Volumenstromregler, die mit den mitgelieferten Raumreglern geregelt werden

Effiziente Heizenergieverteilung

4 Leitersystem mit Wohnungsstation:

Um die benötigte Heiz und Warmwasserenergie nur mit geringsten Verlusten im Gebäude zu verteilen ist ein 4-Leiter System mit Wohnungsstationen gewählt worden.

Jede Wohnungslage bekommt einen eigenen Wärmetauscher - Wohnungsstation für Warmwasser - , der aus der Heizungszentrale mit höherer Heizwassertemperatur von 65°C nur für die Warmwassererzeugung versorgt wird. (Nach Abstimmung mit Nutzern wird kein 24h Betrieb angestrebt).

Gleichzeitig wird je Lage ein Fußbodenheizungsverteiler mit niedriger Heizwassertemperatur (max 35°C, oder im Sommer mit Kühlwasser aus der Tiefensonde mind. 18°C) versorgt. In den Baukern wird vor allem bei überschüssigem Stromangebot aus der PV Wärmeenergie mit Baukerntemperatur von max. 27° eingelagert.

Ziel: Nur jenes Temperaturniveau im Gebäude verteilen, das auch gebraucht wird

 

Als effiziente Alternative ist ein  2 Leitersystem mit Boosterwärmepumpe (150 Liter)  mit projektiert.

Alle Lagen werden in diesem Fall einzeln mit einer passenden Wärmepumpen-Warmwasserbereitung ausgerüstet. Die BOOST Warmwasser-Wärmepumpe nutzt die Restenergie der Fußbodenheizung für die Brauchwasserbereitung. Sie entzieht dem Niedertemperaturheizsystem die erforderliche Wärme und heizt somit dezentral in jeder Wohneinheit das Brauchwasser auf bis zu 65 °C auf. Im Winter und in der Übergangszeit sorgt die Heizzentrale für die zusätzlich benötigte Energiemenge zur Warmwasserbereitung. Im Sommer reicht die Sonneneinstrahlung aus, um über die Fußbodenheizung das Warmwasser zu bereiten. Der positive Nebeneffekt: Die Wohnung wird dabei gekühlt.

 

 

 

 

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Der Baustart ist mit Herbst 2016 ambitioniert angestrebt. Mit der Verlegung der Baukernaktivierung wird auch in einem relativ zeitigen Bauabschnitt die Haustechnik gefragt sein. Weitere Information zu diesem und anderen spannenden, innovativen Projekten erhalten Sie in unseren kommenden Newslettern.

 

 

Kontakt:

reiter(at)aee-now(dot)at

 

Mittwoch, 2016-09-07 11:11 Alter: 3 Years