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Mittwoch, 2019-08-21

„Wärmeautarke“ Gebäude betrieben mit thermischen Solaranlagen

Nachbericht zur Informationsveranstaltung in Eisenstadt am 10.6.2014

Neue technische Konzepte zur Nutzung von Solarwärme standen im Zentrum einer Informationsveranstaltung der Burgenländischen Energie Agentur BEA in Eisenstadt am 10.Juni 2014.

 

Solarhäuser- ein „Revival“?

 

Die Idee ist nicht neu – Ansätze dazu Häuser mit Solarthermie als alleinigem Heizsystem zu versorgen gibt es schon lange. Schon vor über 20 Jahren wurden die ersten dahingehenden Konzepte entwickelt, alle auf Basis einer sehr effizienten Gebäudehülle, einer großen Solaranlage und eines außergewöhnlich großen Wärmespeichers. In den vergangenen Jahren ist nun ein „Revival“ von Solarhäusern spürbar. Zahlreiche Projekte mit Solaren Deckungsgraden von über 50 bis zu 100% wurden umgesetzt, jüngst ging sogar ein spezielles Förderprogramm des Klima-und Energiefonds an den Start. Hohe Solare Deckungsgrade in der Wärmeversorgung werden wieder attraktiv.

 

Was ist nun neu? Was zeichnet die in jüngeren Jahren umgesetzten Solarhäuser aus? Diese und weitere Fakten rund um Gebäude mit hohen Solaren Deckungsgraden standen im Zentrum der Informationsveranstaltung. Andreas Reiter von der AEE Solar Concept GmbH präsentierte Einfamilienhäuser und Dienstleistungsgebäude, die ganzjährig durch Solarwärme beheizt werden und erläuterte anhand konkreter Praxisbeispiele Planung und Umsetzung der unterschiedlichen Konzepte.

 

Neue Konzepte im Fokus

 

Im Fokus stand einerseits das Konzept „Sonnenhaus“, das mit optimierter Planung und Ausrichtung des Gebäudes, Nutzung von Speichermassen und intelligenter Integration großer Speicher Solare Deckungsgrade von über 50% bis hin zu 80% erreicht. In einem zweiten Schwerpunkt wurden Gebäude vorgestellt, die über Bauteilaktivierung in der Bodenplatte und in Zwischendecken die Wärme aus der Solaranlage speichern und gänzlich ohne Pufferspeicher auskommen. Lediglich ein Warmwasserspeicher muss in diesem Konzept eingesetzt werden. Bei sorgfältiger Planung kann in diesem Fall das Gebäude mit einer relativ kleinen Solaranlage zu 100% mit Solarenergie versorgt werden.

Forschungsergebnisse aus dem Programm klimaaktiv erneuerbare wärme zur Ökologie und Wirtschaftlichkeit von Gebäuden mit hohen Solaren Deckungsgraden rundeten das Programm des Infonachmittags ab. Nicht fehlen durfte auch der Hinweis auf das neue Förderprogramm „ Demoprojekte Solarhaus“ des Klima- und Energiefonds, das mittlerweile mit 13.Juni 2014 an den Start ging.

 

Diese Veranstaltung fand in Kooperation mit der WKB, klimaaktiv erneuerbare wärme, der Energie-und Umweltberatung Burgenland sowie Austria Solar statt.

 

Informationen zum Förderprogramm „Demoprojekte Solarhaus“ finden Sie hier…

 

Mittwoch, 2014-06-18 11:11 Alter: 5 Years